Seien Sie achtsam beim Leasingvergleich

Ein Vergleich der verschiedenen Leasinglösungen ist essentiell bei einer geplanten Finanzierung. Erfahren Sie inhaltlich wichtige Punkte, die Sie beim Leasingvergleich vorab beachten sollten. Durch einen sorgfältigen Vergleich der Leasingangebote und fundiertes Wissen über die Vertragsmodelle können Sie Geld sparen – laut einer verdeckten Impulse-Recherche z.B. beim Dienstwagen bis zu einem Drittel. Hier erfahren Sie Details zu den Grundsätzen des Leasings sowie Tipps und Tricks rund um Leasingmodelle und -verträge. Wenn Sie eine konkrete Anfrage haben, so beraten wir Sie gerne und helfen Ihnen bei der richtigen Leasinglösung für Ihre Bedürfnisse.


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Informationen für Privatperson

Auf was müssen Sie als Privatperson achten?

Als Privatperson sollten Sie die Grundsätze des Leasings kennen, um von einem liquiditätsschonenden Modell profitieren zu können. Leasing rentiert sich nicht nur für Geschäftskunden, sondern kann auch für Privatkunden eine attraktive Alternative sein.
Folgende Schritte sollten Sie am Beispiel Leasing von Fahrzeugen beachten:

1. Schritt – Verstehen Sie das Leasingmodell

Beim Leasing handelt es sich um eine Art Leihgeschäft, bei dem Sie Mieter sind. Das Leasingobjekt (z.B. Computer) bleibt Eigentum der Leasing-Gesellschaft. Für Anzahlung und Ratenzahlung erhalten Sie also keinen Gegenwert von Dauer – Leasing ist also kein klassisches Finanzierungsmodell. Über die Dauer der vorher festgelegten Vertragslaufzeit zahlen Sie monatliche Leasingraten. Die Höhe der Raten wird von der Anzahlung beeinflusst, die Sie zu Vertragsbeginn zu leisten haben. Je höher diese ausfällt, desto niedriger sind die Monatsraten. Die Höhe der Raten ist anschließend fix, weshalb Sie diesbezüglich nicht mit einer unerwarteten Kostensteigerung rechnen müssen. Einfluss auf die Höhe der Raten hat auch der Restwert, also der kalkulierte Wert des Autos nach Ende der Vertragslaufzeit. Wird diese unangemessen niedrig angesetzt, wirkt sich dies negativ auf die Höhe der monatlichen Leasingraten aus. Bitte beachten Sie, dass Sie nach Vertragsende das Leasingobjekt zurückgeben müssen – und zwar mit einer lediglich vertragsgemäßen Abnutzung. Dazu zählt z.B. beim Computer nur kleinere Kratzer und Beulen. Bieten die Leasinggesellschaften Service-Pakete, z.B. eine Diebstahl-Versicherung an, so sollte man diese immer mit seiner eigenen Versicherung vergleichen.

2. Schritt – Entscheiden Sie sich für das richtige Vertragsmodell beim Leasingvergleich

Das Wichtigste beim Leasing ist die Wahl der richtigen Vertragsform. Beim Auto hat sich z.B. das Kilometer-Leasing durchgesetzt, da man sich beim Restwertleasing häufig verrechnen kann.
Leasingvergleich: Im folgendem stellen wir die wichtigsten 3 Modelle und worauf Sie achten sollten kurz vor.

 

Restwert-Leasing

Beim Restwert-Leasing legen die Leasinggesellschaft und der Kunde, eine Privatperson oder ein Unternehmen, im Vertrag einen Restwert für das Auto fest. Der Restwert ist der Preis, zu dem die Gesellschaft das Auto nach Vertragsende verkaufen will.

Kann der Restwert-Betrag aus verschiedenen Gründen nicht erzielt werden, muss der Kunde die Differenz bezahlen. Aus diesem Grund sollte der Restwert von der Leasingfirma nicht zu hoch kalkuliert werden – das drückt zwar die Raten, erhöht aber das Risiko, dass Sie am Ende dann doch draufzahlen müssen.

Achten Sie daher darauf, dass der Händler den Restwert des Fahrzeugs mit einem nachvollziehbaren, marktüblichen Wert beziffert. Der dem Leasinggeber geschuldete kalkulierte Restwert sollte deshalb immer auf der Basis des Händlereinkaufspreises vereinbart werden – und nicht auf der Basis des Händlerverkaufspreises (der liegt ca. 10 bis 15 % über dem Einkaufspreis).

 

Kilometer-Leasing

Beim Kilometer-Leasing legen Leasingfirma und der Kunde vertraglich fest, wie viele Kilometer voraussichtlich mit dem Auto gefahren werden. Waren es weniger Kilometer, bekommt der Kunde Geld zurück. Bei mehr Kilometer muss der Kunde nachzahlen. Achtung beim Leasingvergleich: Leasingfirmen sind häufig kulant und bieten ihren Kunden manchmal Toleranzen von 2.000 bis 2.500 km an.

Deshalb sollten Sie verschiedene Angebote für die gleiche Laufzeit und gleiche Kilometerleistung vergleichen. Prüfen Sie sorgfältig, wie hoch die mit den Leasingraten abgedeckte Kilometerleistung ist und was die Mehrkilometer kosten. Fährt man voraussichtlich mehr, sollte man sich ein Alternativangebot auf der Basis der real zu erwartenden Kilometerleistung ausrechnen lassen. Und zum Schluss: Achten Sie darauf, dass eine Minderkilometersatzvereinbarung nicht ganz fehlt, sonst bekommt man bei Kilometerunterschreitung nichts zurück.

Bitte achten Sie beim Leasingvergleich gerade bei Anfragen zu PKWs darauf, dass Sie ein anonymes Angebot ohne Ihren Namen anfordern. KFZ Vertragshändler haben sehr häufig Kundenschutz wodurch Sie kein zweites Angebot bei einem anderen Vertragshändler der gleichen Marke einholen können.

 

Vertrag mit Andienungsrecht

Diese Vertragsform ist eine Variante des Restwertevertrages. Hier hat jedoch der Leasingnehmer kein eigenes Ankaufsrecht. Stattdessen entscheidet der Leasinggeber, ob der Leasingnehmer das Fahrzeug ankaufen kann oder nicht. Achten Sie beim Leasingvergleich auf Andienungsrecht im Leasingvertrag – dort wird ein kalkulierter Restwert festgelegt.

Der Leasinggeber kann am Ende des Leasingvertrages verlangen, dass der Leasingnehmer das Fahrzeug kauft, wenn es weniger wert ist als der kalkulierte Restwert. Weist das Fahrzeug dagegen einen höheren Wert als den kalkulierten Restwert auf, so kann der Leasingnehmer das Fahrzeug in der Regel nicht ankaufen – er hat also kein Erwerbsrecht. Aus diesen Gründen ist von Verträgen mit Andienungsrecht abzuraten.

3. Schritt – Vermeiden Sie Leasingfallen und vertragliche Risiken

Folgende Tipps rund um das Thema Leasingvergleich und Vertragsgestaltung sollten Sie berücksichtigen um die Risiken beim Leasing zu minimieren:

 

  • Studieren Sie alle Verträge sorgfältig und lassen Sie sich Verträge nach Hause mitgeben zum vergleichen
  • Kurze Vertragslaufzeiten und Sonderkündigungsklauseln sind ratsam
  • Vorsicht ist beim Restwertleasing geboten, da der Restwert von Leasingbanken und Händler häufig unrealistisch hoch angesetzt wird
  • Bei Abschluss einer Versicherung gegen Zahlungsschwierigkeiten kann man sich gegen z.B. Krankheit oder Arbeitslosigkeit absichern. Allerdings erhöht dies die Leasingraten
  • Kunden von Leasingfirmen müssen bei Vertragsbeginn entweder selbst oder über die Leasingfirma eine Kfz-Haftpflichtversicherung oder eine Vollkaskoversicherung abschließen. Bei Diebstahl oder Totalschaden genügt häufig die Vollkaskoversicherung nicht, achten Sie darauf ob im Versicherungspaket eine GAP-Versicherung enthalten ist.
  • Kleine Dellen, Schrammen oder Kratzer im Lack sind normale Verschleißspuren, für die der Kunde nicht zahlen muss. Können sich Leasingfirma und Kunde nicht über Mängel, Schäden oder eine Wertminderung einigen, so wird ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Kosten für die Sachverständigen teilen sich Leasingfirma und Kunde.
  • Autoreparaturen muss der Kunde selbst zahlen, wenn ein Nettoleasingvertrag unterzeichnet wurde. Die Leasinggesellschaften übernehmen die Kosten für Reparaturen bei Bruttoleasingverträgen
  • Diebstähle geleaster Autos übernimmt in der Regel die Kaskoversicherung, die jedoch meistens nur den Wiederbeschaffungswert des Autos bezahlt. Hier lohnt es sich eine extra Versicherung gegen Diebstahl abzuschließen.

Bitte beachten Sie, dass Sie die Leasinggesellschaft sofort darüber informieren sollte, wenn das Auto gestohlen wurde (sonst kann der Kunde unter Umständen auf dem Schaden sitzen bleiben).

Für weitere Informationen und zur Klärung wichtiger, themenrelevanter Begriffe, können Sie gerne in unserem Glossar weiterstöbern. Das könnte Sie beim Leasingvergleich unterstützen.


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Wenn Sie noch unsicher oder noch beim Leasingvergleich verschiedenster Angebote sind, kontaktieren Sie uns frühzeitig. Wir beraten Sie gerne individuell und bedarfsorientiert und ermitteln durch einen Leasingvergleich der verschiedenen Modelle die beste Lösung für Sie.

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