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Informationen zur TRS AG

Hier können Sie sich das Firmenprofil der TRS AG und eine Checkliste für den Bereich Leasing kostenlos herunterladen.
Des Weiteren finden Sie hier, in unserem Glossar, einige hilfreiche Erläuterungen zu Fachbegriffen aus dem Bereich Leasing.

Kurzprofil der TRS AG

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Checkliste für Leasing

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Glossar

ABC-Analyse

Die ABC-Analyse ist eine klassische Methode zum Erkennen von Prioritäten.

Durch die Einteilung von Materialien, Kunden, Aufgaben oder sonstiges in die Gruppen

A = sehr wichtig
B = wichtig
C = weniger wichtig

wird deutlich, wo der Schwerpunkt der Aktivitäten erst mal zu liegen haben. Nämlich in der Gruppe A.

Die ABC-Analyse wird unter anderem in der Materialwirtschaft (wichtige Lieferanten, wichtige Güter), zur Absatzplanung (wichtige Kunden, wichtige Produkte) aber auch beim Controlling oder dem Zeit Management eingesetzt.

Langjährige Erfahrung aus der Praxis von Unternehmen zeigt auf, dass in vielen Bereichen z.B. 5% der zu beschaffenden A-Güter etwa 75% der Beschaffungskosten ausmachen. Hier ist es z.B. für den Einkauf sinnvoll sich besonders auf die A-Güter zu konzentrieren, da hier ein vergleichsweises hohes Einsparpotential vorhanden ist.

Abschreibung (AfA)

Abschreibungen (Überblick)
ist die Verteilung des Wertverzehrs von Vermögensgegenständen auf die Nutzungsdauer. Es gibt neben der buchhalterischen die steuerrechtliche und die kalkulatorische Abschreibung.

Die steuerrechtliche Form der Abschreibung mindert, gemäß § 7 EStG, die steuerliche Bemessungsgrundlage des Unternehmens.

Abschreibung, arithmetisch-degressive
Abschreibungsverfahren, bei dem der Abschreibungsbetrag in jeder Periode um den gleichen Betrag sinkt. Die arithmetisch-degressive Abschreibung ist steuerrechtlich nicht zulässig:

Abschreibung, degressive
Abgeschrieben wird mit einem konstanten Prozentsatz auf den Restbuchwert (deshalb wird diese Art auch Rest-/Buchwertabschreibung genannt). Entsprechend sinkt der Abschreibungsbetrag während der Nutzungsdauer

Abschreibung, linear
diese Art der Abschreibung verteilt den Wertverzehr eines abnutzbaren Vermögensgegenstandes gleichmäßig auf die Nutzungsdauer.

Abschreibung, verbrauchsbedingte
auch Leistungsabschreibung oder Mengenabschreibung genannt. Diese ermittelt den Werteverzehr eines Vermögensgegenstandes in Abhängigkeit vom tatsächlichen Gebrauch oder Verbrauch. Notwendig ist dazu die Schätzung oder genaue Ermittlung des abzuschreibenden Leistungspotentials (z.B. Laufzeit bzw. Laufleistung einer Maschine).

Agio

Das Agio, umgangssprachlich auch Aufgeld genannt, ist die positive Differenz zwischen dem höheren Ausgabebetrag und dem niedrigen Rücknahmepreis.
Das Agio ist in der Regel ein Aufschlag auf den Nennwert und wird meistens in Prozent angegeben.

Amortisation

Unter diesem Begriff wird die planmäßige Tilgung einer Verbindlichkeit beziehungsweise die Abschreibung dessen verstanden. Im Falle eines Vollamortisationsvertrages werden Anschaffungswert und weitere Kosten, einschließlich Finanzierungskosten des Leasinggebers, durch die Zahlungen des Leasingnehmers voll amortisiert.

Wird während der Vertragslaufzeit nur eine Teilamortisation erreicht, spricht man von einem sogenannten Teilamortisationsvertrag. Bei diesen Verträgen wird die Vollamortisation vom Vertragspartner erst durch die Ausübung seines Andienungsrechts beim Leasingnehmer oder eine entsprechende Vertragsverlängerung oder durch Kauf des Objektes durch den Leasingnehmer beziehungsweise durch Verwertung des Leasingobjektes bei Dritten erreicht. Liegt ein kündbarer Leasingvertrag vor, so hat der Leasingnehmer im Kündigungsfalle während der kalkulatorischen Laufzeit eine Abschlußzahlung zu leisten, damit Vollamortisation erreicht wird.

Amortisationsrechnung (auch Kapitalrückflussrechnung, Pay-Back-Rechnung, Kapitalwiedergewinnungsrechnung)
Je kürzer die Amortisationsdauer, desto geringer ist das Risiko einer Investition. Die Amortisationsdauer (Pay-Back-Period, Kapitalrückflussdauer) muss kleiner als die erwartete Nutzungsdauer sein. Bei mehreren Investitionsalternativen ist die Investition mit der kürzesten Amortisationsdauer zu wählen.

Beispiel:
Bei einer für 12.000 € angeschafften Produktionsmaschine werden jährlich 7.000 € erwirtschaftet. Die durchschnittlichen Ausgaben für Wartung und Material der Maschine belaufen sich auf 3.000 €.

12.000 € / (7.000 € – 3.000 €) = 3 Jahre Amortisationsdauer

Bei einer Rationalisierungsinvestition wird statt des durchschnittlichen Einnahmeüberschusses (Einnahmen – Ausgaben) die durchschnittliche Kostenersparnis angesetzt. Diese ist auf die notwendige Investitionssumme zu beziehen.

Anlass einer Due Diligence

Die Anlässe, die eine Due Diligence erfordern, können vielfältiger Natur sein. Diese Anlässe lassen sich danach ordnen, ob sie auf Grund gesetzlicher Bestimmungen oder freiwillig initiiert werden.

Übersicht der Anlasse einer Due Diligence:

Auf Grund gesetzlicher Bestimmungen:

  • Ausscheiden eines Gesellschafters und damit Festlegung des Preises für die Anteile
  • Abfindungen gemäß §§ 404, 305 AktG
  • Verschmelzungen, Vermögensübertragungen und Umwandlungen
  • Steuerliche Erhebungen
  • Erbstreitigkeiten
  • Scheidungsverfahren
  • Enteignungen

Auf Basis freiwilliger Entscheidung:

  • Börseneinführung
  • Kauf/Verkauf von Unternehmen(steilen)
  • Eigenkapitalaufnahme von Dritten
  • Fremdkapitalaufnahme bei Banken
  • Management-Buy-Out
  • Sanierungen
  • Umstrukturierungen und Abspaltungen
  • Gesellschaftsrechtliche Vereinbarungen
  • Privatisierungen

Annuität

Die Berechnung der Leasingraten durch die Leasinggesellschaften erfolgt durchweg annuitätisch, das bedeutet bei gleichbleibenden beziehungsweise degressiven oder progressiven Periodenzahlungen ist der Zinsanteil zu Beginn sehr hoch, der Tilgungsanteil sehr niedrig. Dieses Verhältnis kehrt sich zum Ende der Leasinglaufzeit hin um.

Annuität ist eine über die Laufzeit gleichbleibende Rate zur Tilgung einer Schuld. Die Annuität beinhaltet einen Tilgungsanteil (welcher über die Laufzeit des Vertrages ansteigt) und einen Zinsanteil (welcher über die Laufzeit des Vertrages sinkt). Entscheidend ist, dass der ansteigende Tilgungsanteil wertmäßig dem sinkenden Zinsanteil entspricht, damit die Summe der Annuität unverändert bleibt.

Beispiel für die Berechnung einer Annuität:
Ein Kredit über 180.000 € für eine Eigentumswohnung soll in 10 Jahren vollständig getilgt werden. Der Zinssatz beträgt 6%.

180.000 € x (0,06 x (1+0,06) ^10 / (1 + 0,06) ^10 – 1) = 24.456,23 € jährliche Annuität

Hinweis: Das Zeichen ^ bedeutet in Excel „hoch“, hier also hoch oder Potenz 10

Beispiel aus der Praxis für ein Darlehen aus dem Immobilienbereich:
Es kommt im Immobilienbereich häufig vor, dass ein fester Tilgungssatz von 1% p.a. der Darlehenssumme vereinbart wird. Die Annuität setzt sich dann aus dem Nominalzinssatz + Tilgungssatz zusammen.

Beispielrechnung:
Für die Finanzierung einer Immobilie über € 180.000 wurde ein Zinssatz von 6% p.a. sowie eine anfängliche Tilgung von 1% p.a. vereinbart. Die monatliche Annuität beträgt folglich 7% p.a. im ersten Jahr.

180.000 € x 7% = 12.600 € im ersten Jahr

Berechnung:
180.000 € x (0,06 Zinsen + 0,01 anfängliche Tilgung) = 12.600 €

Anschaffungskosten

Anschaffungs(-neben)kosten:
Die bilanzierten Anschaffungskosten sind die Basis für die AfA. Die Anschaffungskosten werden im gewerblichen Bereich, im Gegensatz zum privaten Bereich, immer auf Nettobasis (also OHNE Mehrwertsteuer) gesehen. Das Anlagegut wird bei Unternehmen in der Anlagenbuchhaltung aktiviert.

Berechnung der Anschaffungskosten für die Buchhaltung:
Anschaffungspreis (=Brutto-Rechnungspreis, inkl. Umsatzsteuer)
+ Anschaffungsnebenkosten (wie z.B. Frachtkosten, Versicherungen)
– Nachlässe (Boni, Rabatt, Skonto)
– Umsatzsteuer
= Anschaffungskosten

Arten und Hintergrund von Rückstellungen

Rückstellungen in einer Bilanz sind sehr interessant und aufschlussreich.
Zum einen ist es wichtig zu wissen ob die Bewertung dieser Rückstellungen richtig erfolgt ist, zum anderen ist natürlich auch immer die Vollständigkeit zu hinterfragen.
Die Rückstellungen können dem Rückstellungsspiegel entnommen werden. In diesem ist die Bildung, die Inanspruchnahmen, die Auflösung zum jeweiligen Jahresende zu ersehen.

Rückstellungen können gebildet werden für:

  • Ausgleichansprüche für Handelsvertreter
  • Abbruchkosten, Abraumbeseitigung, Entsorgung
  • Devisentermingeschäfte
  • Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften
  • Garantieverpflichtungen
  • Gewährleistungen und Kulanzen
  • Latente Steuern
  • Urlaube und Überstunden von Mitarbeitern
  • Tantiemen von Vorständen
  • Boni von Mitarbeitern
  • Patent- und Rechtsverletzungen
  • Provisionen
  • Prozessrisiken

Aufwand

Der Aufwand ist der gesamte bewertete Verzehr von Wirtschaftsgütern. Der Aufwand ist zugleich eine erfolgswirksame Minderung des Eigenkapitals.

Aufwendungen setzen sich zusammen aus Ausgaben und Abschreibungen:
Aufwand = Betriebserfolgt – Ertrag

Bankenleasing

Beim Bankenleasing wird der Leasingnehmer durch seine Bank auf das Leasingangebot der Bankengruppe aufmerksam gemacht. Ein Leasingverhältnis entsteht zwischen der Bankengruppe und dem jeweiligen Leasingnehmer.

Beim Bankenleasing wird die Bank zum sogenannten „Leasinggeber“ des Kunden (=Leasingnehmer).
Die Bank tritt an Stelle einer „klassischen“ Leasinggesellschaft in den Kaufvertrag des Kunden ein und kauft das Leasinggut vom Verkäufer (Vertragsverhältnis zwischen Verkäufer des Leasinggutes und der Bank). Die Bank hat dann ein weiteres Vertragsverhältnis mit dem Leasingnehmer (= Kunden). Der Kunde hat an die Bank nach ordnungsgemäßer Abnahme des Leasinggutes die vereinbarten monatlichen Leasingraten zu bezahlen.

Nach Ablauf des Leasingvertrages hat dann der Kunde, je nach Vereinbarung, die Möglichkeit das Leasinggut zurückzugeben, das Leasinggut zu übernehmen zu einem vorher festgelegten Preis oder das Leasingobjekt weiterhin zu leasen, was den Abschluss eines neuen Leasingvertrages mit dem Leasinggeber erfordert.

Bestandsveränderungen

Die Mengenmäßige (Stücke) und/oder wertmäßigen (Stück x Stückpreis) Veränderungen des Lagerbestandes (Material, Waren, unfertige und fertige Erzeugnisse) wird Bestandsveränderungen genannt.

Berechnung der Bestandsveränderungen:
Anfangsbestand
+ Bestandserhöhungen (durch Einkauf, Zugang aus Produktion)
– Bestandsminderungen (durch Verkauf, Abgang in die Produktion)
= Bestandsveränderung

Betriebsvorrichtungsleasing

Unter einem Betriebsvorrichtungsleasing versteht man ein Leasingverhältnis, welches diesem Leasingobjekt entspricht. Als solche gelten nach der deutschen Rechtsprechung Gebäudebestandteile in einem Gewerbebetrieb, die einem vom Gebäude getrennten Zweck dienen. Sie können steuerrechtlich wie bewegliche Wirtschaftsgüter geleast werden. Betriebsvorrichtungen sind zum Beispiel Lade- und Lastenaufzüge, Ladeneinrichtungen, Fördervorrichtungen oder Hochregallager.

Bewertungsverfahren

Zur Bewertung von Verbräuchen (z.B. aus dem Lager, RHB) können die Anschaffungskosten, die Wiederbeschaffungskosten, feste Verrechnungspreise oder bilanzrechtliche Sammelbewertungsverfahren herangezogen werden.

Bilanzrechtliche Sammelbewertungsverfahren gibt es folgende:

  • FIFO – First in First out – älteste Vorräte werden zuerst verbraucht
  • HIFO – Highest in First out – die teuersten Vorräte werden zuerst verbraucht
  • LIFO – Last in First out – die neuesten Vorräte werden zuerst verbraucht
  • LOFO – Lowest in First out – die billigsten Vorräte werden zuerst verbraucht
  • Durchschnittsmetholde – der Verbrauch der Vorräte wird mit einem periodischen oder gleitenden Durchschnittspreis bewertet

Eine pauschale Aussage welche Methode die „beste“ ist kann nicht gegeben werden. Hier sind immer das betriebliche Umfeld, die steuerliche Gegebenheiten sowie die auch die Preisentwicklung der Vorräte von Bedeutung.

Bilanz

Die Bilanz ist die Gegenüberstellung von Vermögen auf der Aktiva und Schulden auf der Passiva eines Unternehmens zu einem Stichtag.
Die Aktiva beinhalten das Anlagevermögen und das Umlaufvermögen.
Die Passiva beinhalten das Eigenkapital (= Schulden gegenüber den Unternehmenseignern), Verbindlichkeiten und Rückstellungen.
Die Differenz zwischen Aktiva und Passiva ist der Gewinn oder Verlust des Unternehmens.

  • Das Unternehmen hat ein Verlust, wenn die Aktiva niedriger ist als die Passiva
  • Das Unternehmen hat einen Gewinn, wenn die Aktiva höher ist als die Passiva

Break-Even

Der Break-Even Point, auch Gewinnschwelle, Deckungspunkt genannt ist der Punkt, an dem die gesamten Kosten den gesamten Erlösen entsprechen.

Vereinfacht ausgedrückt:
Erlöse = Kosten, Gewinn = 0

Beispiel aus der Produktion:
Bei einer niedrigeren Produktionsmenge wird noch ein Verlust erzielt, bei einer höheren Produktionsmenge wird ein Gewinn erzielt.

Dieser Punkt kann sowohl als mengenmäßige Gewinnschwelle in Stück als auch als wertmäßige Gewinnschwelle, d.h. als Umsatzgröße ausgedrückt werden.

Bilanzneutralität

Steuerrechtlich einwandfreie, das bedeutet entsprechend den Leasingerlassen der Finanzverwaltung gestaltete Leasingverträge, mit dem Recht der Aktivierung beim Leasinggeber, sind grundsätzlich bilanzneutral und erscheinen somit nicht in der Bilanz des Leasingnehmers, der lediglich die Leasing- beziehungsweise Mietaufwendungen in seiner Gewinn- und Verlustrechnung als Betriebsausgaben buchhalterisch verbucht. Der Leasinggeber aktiviert die Leasinggegenstände als Anlage- beziehungsweise Vermietvermögen und schreibt sie gemäß den steuerlichen AfA-Tabellen (AfA = Abschreibung für Abnutzung) ab.

Bei einem normalen Kauf des Anlagegutes würde in der Bilanz einer Gesellschaft entweder ein Aktivtausch (Anlagegut wird gegen Banküberweisung gekauft) oder einer Bilanzverlängerung (auf der Aktivseite wird das Anlagegut aktiviert, auf der Passivseite erscheinen die Bankverbindlichkeiten mit denen der Kauf finanziert wurde) erscheinen.

Das Leasing ist Bilanzneutral, da das Anlagegut beim Leasinggeber auf der Aktivseite bilanziert und abgeschrieben wird und eben nicht beim Leasingnehmer (= Kunde). Dafür hat der Leasingnehmer die Leasingraten (= Aufwand) in seiner GuV (Gewinn- und Verlustrechnung) was sein Ergebnis entsprechend mindert.

Die Liquidität des Leasingnehmer wird geschont, da er keine Ausgaben für den Kauf des Anlagegute hat.

Bruttosozialprodukt

Das Bruttosozialprodukt einer Volkswirtschaft ist die Summe aller erstellten Güter und erbrachten Dienstleistungen in einer Periode.

Buchwert

Der Buchwert der Leasingobjekte ergibt sich aufgrund erfolgter Abschreibungen, wobei in der Regel zwischen linearer und degressiver AfA-Methode gewählt werden kann. Gelegentlich wird auch der Barwert der ausstehenden Leasingforderungen als „Buchwert des Leasingvertrages“ bezeichnet.

Der (Rest-)Buchwert ist der verbleibende Wert buchmäßige Wert eines Vermögensgegenstandes (z.B. Maschine oder KFZ) nach der Vornahme von Abschreibungen (AfA).

Der Restbuchwert errechnet sich wie folgt:
Anschaffungskosten / Abschreibungen = Restbuchwert

Der Buchwert darf nicht verwechselt werden mit dem Marktwert eines Vermögensgegenstandes.

Beispiel:
Der Buchwert eines durch eine Gesellschaft genutzten KFZ ist nach 5 Jahren beim Erinnerungswert von 1 EUR angelangt.
Das KFZ hat allerdings noch einen Marktwert von 5.000 €
Sollte die Gesellschaft das KFZ zum Marktwert verkaufen, so sind in der GuV „sonst. betriebl. Erlöse“ aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 4.999 € auszuweisen.

Cash-Flow

Der Cash-Flow (CF) zeigt den Überschuss der Einzahlungen über die Auszahlungen (oder eben umgekehrt) und damit die Finanzkraft eines Unternehmens.
Diese finanziellen Mittel stehen dem Unternehmen theoretisch für Investitionen, zur Schuldentilgung oder eben auch zur Gewinnausschüttung an Gesellschafter oder Aktionäre zur Verfügung. Es gibt mehrere Methoden den Cash-Flow zu ermitteln.

Die direkte Methode errechnet den Cash-Flow auf Basis der Zahlungsströme:
Zur Ermittlung des direkten Cash-Flow eines Unternehmens werden jedoch unternehmensinterne Daten benötigt.

Zahlungswirksame Erträge
– zahlungswirksame Aufwendungen
= Cash-Flow

Verbreiteter ist daher die sogenannte indirekte Methode zur Ermittlung des Cash-Flow. Diese geht vom in der GuV (Gewinn- und Verlustrechnung) ausgewiesenen Jahresergebnis der Gesellschaft aus.

Jahresergebnis
+ AfA (Abschreibungen) da nicht zahlungswirksam
– Anschaffungen von Anlagevermögen (Liquidität fließt ab)
+ Erhöhung von langfristigen Rückstellungen (Aufbau von Rückstellungen/Verbindlichkeiten ist im Cash-Flow positiv, da die Liquidität dem Unternehmen länger zur Verfügung steht)
– Verminderung von langfristigen Rückstellungen (Abbau bedeutet das Unternehmen zahlt die Schulden, das Geld fließt ab)
= Cash-Flow

Eine weit detailliertere Berechnung des Cash-Flow zeigt folgendes Schema auf:
Jahresergebnis der Gesellschaft
+ AfA
+/- Veränderung Forderungen aus Lieferungen & Leistungen
+/- Veränderung sonstige Vermögensgegenstände
+/- Steuerforderungen/-Verbindlichkeiten
+/- Veränderung Aktive Rechnungsabgrenzung
+/- Veränderung Rückstellungen
+/- Veränderung Steuerrückstellungen
+/- Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen
+/- Veränderungen Verbindlichkeiten aus Sozialen Sicherheiten

= operativer Cash-Flow

+/- Bankverbindlichkeiten
+/- Gesellschafterdarlehen
+/- Darlehen von fremden Dritten

= Cash-Flow aus Finanzierung

+/- Cash-Flow aus Investitionen

Summe Cash-Flow (operativ, Finanzierung, Investition)

Errechnung des Cash-Flow aus Finanzierung:
Anlagevermögen Vorjahr
– AfA
+/- Zugang / Abgang Anlagevermögen [entspricht Cash-Flow aus Finanzierung]
= Bestand aktuelles Jahr

Kennzeichnend für Risiken in Unternehmen ist das Sinken des Cash-Flow bei gleichzeitigem Ansteigen der Verbindlichkeiten.

Cash-Flow-Rate

Die Cash-Flow-Rate ist ein Maßstab für die Finanzierungskraft eines Unternehmens. Je höher die Cash-Flow-Rate, desto besser ist die Liquidität im Unternehmen. Das Unternehmen kann z.B. seine Verbindlichkeiten aus laufenden Erträgen schneller tilgen.

Berechnung der Cash-Flow-Rate:
Cash-Flow / Umsatz X 100 = Cash-Flow-Rate

Controlling

Das Controlling bedeutet nicht, wie von vielen Mitmenschen fälschlicherweise angenommen wird eine Kontrolle der Mitarbeiter oder des Unternehmens. Das Wort Controlling kommt vom englischen „to Controll“ und bedeutet steuern.

Die Kosten- und Leistungsrechnung ist, neben der Buchhaltung, eine wichtige Grundlage für das Controlling. Das Controlling hat neben den quantitativen Instrumenten auch qualitative Aspekte zu berücksichtigen. Dabei ist der Übergang aber fließend.

Kurzfristige Entscheidungsrechnungen (z.B. die Entscheidung über eigene Fertigung oder Zukauf; Bestimmungen von Preisgrenzen usw.) und insbesondere die Planung zukünftiger Kosten (Plankostenrechnung) können sowohl der traditionellen Kosten- und Leistungsrechnung als auch dem (hier kurzfristigen ausgerichteten) operativen Controlling zugerechnet werden.

Das strategische Controlling befasst sich mit den Erfolgspotentialen eines Unternehmens. Zukünftige Strategien sind zu planen, die sich bietenden Chancen sind zu nutzen und natürlich die erkennbaren Risiken zu vermeiden.

Cash-Flow-Return-on-Investment (CFROI)

Ein Maßstab zur Beurteilung eines Unternehmens, welcher die Rentabilität des investierten Kapitals misst.

Cash-Flow / Bilanzsumme X 100 = CFROI

Ein steigender CFROI wirkt wertschaffend!

Dauer eines Leasingvertrages

Die Dauer des Leasingvertrages richtet sich nach den Vorschriften der „Leasingerlasse“. Danach darf die Grundmietzeit nicht mehr als 90 Prozent und nicht weniger als 40 Prozent der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Leasingobjekte nach amtlicher linearer Abschreibung betragen. Ausnahmen bilden „kündbare Mietverträge“ gemäß Leasingerlaß vom 22.12.1975, welche nicht als „Finanzierungsleasing“ gelten. Die kalkulatorische Laufzeit dieser kündbaren Verträge kann nach oben hin frei vereinbart werden.

Debitor

Als Debitor wird im Wirtschaftsbereich der Schuldner eines Unternehmens bezeichnet. Üblicherweise ist dies ein Kunde welcher eine Ware oder Dienstleistung auf Rechnung erhalten hat.

Debitorenumschlag

Auch Debitorenziel genannt.

Die Umschlagshäufigkeit der Debitoren aus Lieferungen und Leistungen errechnet sich wie folgt:
Umsatzerlöse (inkl. Mehrwertsteuer) / durchschnittlicher Debitorenbestand

Geht dieser Wert im Zeitvergleich zurück, wirkt sich das negativ aus, da die Kapitalbindung in den Forderungen damit zunimmt.

Degressive Leasingraten

In den meisten Fällen findet ein höherer Wertverzehr in der Startphase der Investition bei einem Leasingprojekt statt. Diese Tatsache tragen degressive Leasingverträge durch Staffelung mit mehreren Degressionsstufen Rechnung. Die Gesamtkosten degressiv gestalteter Leasingverträge sind optisch niedriger. Die Leasinggesellschaften setzen degressive Zahlungsverläufe gern ein, um Risiken, die aus der Kunden-, Objekt- und Lieferantenbonität herrühren, zu vermindern.

Direktleasing

Beim Direktleasing wird der Leasingnehmer durch direkte Ansprache gewonnen. Ein Leasingvertrag wird unmittelbar zwischen den beiden Parteien geschlossen ohne die Einbeziehung einer dritten Gesellschaft wie beispielsweise einer Bank oder einem Makler.

Divisen

Im engeren Sinne sind Devisen bei ausländischen Kreditinstituten gehaltene Bankguthaben. Devisen sind ebenfalls auf fremde Währung lautende, im Ausland zahlbare Forderungen wie z.B. Wechsel und Schecks.

Due Diligence

Die sinngemäße Übersetzung von „Due Diligence“ lautet „der Sorgfalt entsprechend“. Ansonsten ist dem Autor keine verbindliche Definition des Begriffes bekannt. Allgemein verstanden wird unter Due Diligence die detaillierte und systematische Analyse von qualitativen und quantitativen Informationen und Daten eines Unternehmens mit dem Ziel, ein aussagefähiges Gesamtbild des Unternehmens zu erhalten.

Die Due Diligence unterteilt sich grob in drei weitere Unterbereiche:

  • Financial Due Diligence = Prüfung und Analyse der finanziellen und operativen Situation des Unternehmens
  • Tax Due Diligence = Prüfung der steuerlichen Situation (speziell Risiken) des Unternehmens
  • Legal Due Diligence = Prüfung aller wichtigen vertraglichen Punkte des Unternehmen (Bsp. bei einer GmbH ist der Übergang der GmbH Anteile, welcher notariell zu erfolgen hat, nachzuvollziehen)

Eine Due Diligence wird in der Regel durch den potentiellen Käufer eines Unternehmens(teil-)kaufes, eines Beteiligungserwerbes oder einer strategischen Beteiligung zur Ermittlung des Unternehmenswertes und zur Abschätzung der durch den Kauf für ihn entstehenden Risiken vorgenommen.

Durchschnitt

Die Berechnung des Durchschnitts kann nach der Methode einfaches arithmetisches Mittel erfolgen. Finden z.B. unterjährige Lagerinventuren statt (z.B. immer zum Monatsultimo) so kann der durchschnittliche Lagerbestand in Stück als einfaches arithmetisches Mittel berechnet werden.

Bei zwei Inventuren (z.B. 30.06. und 31.12) lautet die Formel wie folgt:
(Bestand zum 30.06. + Bestand zum 31.12.) / 2

Bei mehreren Inventuren (n) pro Jahr lautet die Formel wie folgt:
(Bestand 1 + Bestand 2 + Bestand n) / n

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote zeigt das durch die Gesellschaft ausgewiesene Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme.

Die Berechnung der Eigenkapitalquote ist wie folgt:
Eigenkapital / Bilanzsumme x 100

Die Kennzahl Eigenkapitalquote wird zur Beurteilung der Finanzierung eines Unternehmens herangezogen. Je höher die Eigenkapitalquote (und damit das Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital) ist, desto weniger gefährdet ist das Fremdkapital, da mögliche Verluste der Gesellschaft zuerst das Eigenkapital reduzieren.

EBIT

Das EBIT ist die Abkürzung für Earnings before interest and taxes (Ergebnis vor Zinsen und Steuern).
Dieses Ergebnis wird auch als operatives Ergebnis oder Betriebsergebnis bezeichnet.

Da hier steuerliche Effekte und Finanzierungseinflüsse ausgeblendete werden, können durch diese Kennzahl Unternehmen mit unterschiedlicher Steuerbelastung und unterschiedlicher Finanzierungsstruktur besser miteinander verglichen werden.

EBIT-Marge

Als Kennzahl für Unternehmensvergleich kann die EBIT-Marge (EBIT-Umsatzrendite) ermittelt werden.

Die EBIT-Marge errechnet sich wie folgt:
EBIT / Umsatz x 100 = EBIT Marge

EBITDA

Das sogenannte EBITDA ist die Abkürzung für Earnings before interest, taxes, depreciations and Amortisation. Diese sich doch sehr komplizierte anhörende Beschreibung heißt auf Deutsch nichts anderes als Ergebnis vor Zinsen, Steuern (Einkommen und Ertrag) und Abschreibungen (AfA).

Diese international sehr weit verbreitete Kennzahl dient zur Beurteilung der operativen Ertragskraft von Unternehmen in Ergänzung zum EBIT.
Bei dieser Kennzahl werden auch die Effekte unterschiedlicher Abschreibungsmethoden zwischen Unternehmen eliminiert.

Das EBITDA lässt sich, genau so wie EBIT und EBT, aus der GuV (Gewinn- und Verlustrechnung) ableiten.

EBITDA-Marge

Als Kennzahl für Unternehmensvergleich kann die EBITDA-Marge (EBITDA-Umsatzrendite) ermittelt werden.

Die EBITDA-Marge errechnet sich wie folgt:
EBITDA / Umsatz x 100 = EBITDA Marge

EBT

Das sogenannte EBT (Earnings before taxes) entspricht dem Ergebnis vor Steuern.

EBT-Marge

Als Kennzahl für Unternehmensvergleich kann die EBT-Marge (EBT-Umsatzrendite) ermittelt werden.

Die EBT-Marge errechnet sich wie folgt:
EBT / Umsatz x 100 = EBT Marge

Erlöse

Die Erlöse sind die Summe für den Wert der am Markt veräußerten Waren oder Dienstleistungen.

Die Erlöse errechnen sich wie folgt:
Erlöse = Menge x Preis

Exportquote

Die Exportquote eines Unternehmens zeigt den Anteil aller oder eben nur bestimmter ausländische Märkte am Gesamtumsatz des Unternehmens.

Die Formel zur Berechnung lautet:
Umsatz Export / Umsatz Gesamt x 100

Anzustreben ist ein ausgewogener Anteil zwischen dem Umsatz im eigenen Land (Binnenumsatz) und dem Exportumsatz. Der ausgewogene Anteil des Exportumsatzes reduziert die Anfälligkeit des Unternehmens bei regionalen Absatzeinbrüchen.

Die Exportquote kann insgesamt oder differenziert nach einzelnen Ländern ermittelt werden.

Fahrtenbuch für Firmen-KFZ

Der Wert der privaten Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs kann, neben der 1 % Regelung, auch nach der sogenannten Fahrtenbuchmethode mit dem auf die private Nutzung entfallenden Teil der gesamten Kraftfahrzeugaufwendungen angesetzt werden. Die Fahrtenbuchmethode ist jedoch an strenge Vorgaben gebunden. Die Fahrtenbücher sind bei Betriebsprüfungen regelmäßig teil der Prüfung. Sollte das Fahrtenbuch nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, ist mit einer entsprechenden Nachzahlung von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen zu rechnen.

Forderungslaufzeit

Durch Außenstände (Forderungen an Kunden) wird Kapital gebunden (Cash-Flow negativ).

Die Berechnung der durchschnittlichen Forderungslaufzeit (Debitorenziel, Kundenziel) ist wie folgt:
Durchschnittlicher Bestand an Kundenforderungen / Umsatzerlöse x 365

Eine hohe oder ansteigende Forderungslaufzeit deutet auf Liquiditätsprobleme, möglicherweise auch beim Kunden, hin.

Gesamtkostenverfahren in der GuV

Das Gesamtkostenverfahren in der GuV (Gewinn- und Verlustrechnung) ist eine Möglichkeit den Erfolg des Unternehmens darzustellen.
Beim Gesamtkostenverfahren werden von den gesamten Erträgen die gesamten Aufwendungen abgezogen. Für Kapitalgesellschaften sieht § 275 Abs. 2 HGB ein detailliertes Schema vor. An diesem Schema können sich auch Firmen mit anderer Rechtsform orientieren.

  1. Umsatzerlöse
  2. Bestandsveränderungen
  3. andere aktivierte Eigenleistungen
  4. Sonstige betriebliche Erträge = Leistung des Unternehmens
  5. Materialaufwand
  6. Personalaufwand
  7. Abschreibungen (AfA)
  8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
  9. Erträge aus Beteiligungen
  10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
  11. Sonstige Zinsen und Erträge
  12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens
  13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
  14. außerordentliche Erträge
  15. außerordentliche Aufwendungen = außerordentliches Ergebnis
  16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
  17. Sonstige Steuern
  18. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

Gemeinkosten (indirekte Kosten)

Die Gemeinkosten, oder auch indirekte Kosten genannt, sind die Kosten, die einem Kostenträger (z.B. Produkt oder Auftrag – Siehe Kosten- und Leistungsrechnung) nicht direkt zugeordnet werden können und deshalb mit Hilfe von Schlüsseln und Zuschlagsätzen dem Kostenträger zugerechnet werden müssen. Ein Beispiele für indirekte Kosten sind Betriebsstoffe einer Maschine, Gehälter der Verwaltung. Diese Gemeinkosten nennt man auch echte Gemeinkosten des Kostenträgers.

Es gibt jedoch auch unechte Gemeinkosten. Diese sind Einzelkosten, die aus Wirtschaftlichkeits- oder Vereinfachungsgründen einem Kostenträger nicht direkt zugerechnet werden.

Beispiel für unechte Gemeinkosten:
Hilfsstoffe wie Leim für einen Tisch. Der Leim könnte zwar durch genaues Messen dem Kostenträger Tisch direkt zugeordnet werden, doch stünde der Aufwand des Messens in keinem sinnvollen Verhältnis zu den gewonnen Erkenntnissen.

Gewinn

Der Gewinn drückt den (hoffentlich) positiven Erfolg unternehmerischen Handels aus. Er ist Ausdruck für den Grad der Zielerreichung

Der Gewinn errechnet sich wie folgt:
Gewinn = Erlöse – Aufwand

Grundsätze der M&A

Die Grundsätze der M&A gelten insbesondere bei Fusionen, da bei Akquisitionen eine schnelle Einpassung des Targets in das übernehmende Unternehmen angestrebt wird.

  1. Grundsatz: Strategische Harmonie der Partner
  2. Grundsatz: Kein fauler Kompromiss am Ende der Verhandlungen
  3. Grundsatz: Hohe Management Attention
  4. Grundsatz: Nur die besten arbeiten im M&A Prozess mit
  5. Grundsatz: Keine Zuschauer im Post-Merger-Prozess
  6. Grundsatz: Visionen und Missionen des neuen Unternehmens formulieren
  7. Grundsatz: Maßnahmen schnell umsetzen ohne die Komplexität zu forcieren
  8. Grundsatz: Komplexität der Merger Organisation nur kontinuierlich erhöhen
  9. Grundsatz: Jedes Projektthema präzisieren und genau beschreiben
  10. Grundsatz: Mit voller Transparenz steuern
  11. Grundsatz: Unbürokratisch handeln
  12. Grundsatz: Das Ziel nicht aus den Augen verlieren: Mehr Profitabilität und mehr Wachstum

GuV

Die GuV (Gewinn- und Verlustrechnung) dient zur Ermittlung des Erfolges eines Unternehmens. Die GuV kann im Umsatzkostenverfahren oder im Gesamtkostenverfahren erstellt werden. Die GuV ermittelt den Erfolg eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum (Bsp. 01.01 – 31.12.). Die Bilanz wiederum ist eine Stichtagsbetrachtung zu einem bestimmten Stichtag (Bsp. 31.12.). Hier werden zum Stichtag Vermögen und Schulden ermittelt.

Herstellungskosten

Der bilanzielle Wertansatz für Herstellungskosten für fertige und unfertige Erzeugnisse weicht nicht nur von den kalkulatorischen Herstellkosten ab, sondern wird auch in der Steuer- und der Handelsbilanz unterschiedlich gehandhabt.

Beispiele zur Bewertung von Herstellkosten in Steuer- und Handelsbilanz:

  • Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung: Ansatzpflicht in der Steuerbilanz; Ansatzpflicht in der Handelsbilanz
  • Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten: Ansatzpflicht in der Steuerbilanz; Ansatzwahlrecht in der Handelsbilanz
  • Verwaltungskosten: Ansatzwahlrecht in der Steuerbilanz; Ansatzwahlrecht in der Handelsbilanz
  • Vertriebskosten: Ansatzverbot in der Steuerbilanz; Ansatzverbot in der Handelsbilanz

Illiquidität

Die Illiquidität ist das Gegenteil der Liquidität. Ist die Liquidität eines Unternehmens < 0, so liegt eine Illiquidität vor. Die Illiquidität ist, neben der bilanziellen Überschuldung, ein häufiger Insolvenzgrund.

Der Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft muss die Liquidität seiner, von ihm vertretenen, Gesellschaft stets im Blick haben. Nach GmbH-Gesetz (GmbHG) §§ 64 und 84 muss ein Geschäftsführer spätestens drei Wochen nach Eintritt von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung Insolvenz anmelden. Innerhalb dieser Frist hat er die Möglichkeit die notwendigen Mittel für das Unternehmen aufzutreiben und damit den Forstbestand des Unternehmens sicherzustellen.

Immobilienleasing

Form der Langfristfinanzierung von Immobilien, bei der der Leasinggeber Eigentümer der Immobilie wird und diese dann gegen Zahlung von Leasingraten der mittelnachfragenden Unternehmung über einen Leasingvertrag zur Verfügung stellt.
Das Immobilienleasing darf nicht verwechselt werden mit dem Mobilienleasing.

Beispiel für das Immobilienleasing:
Eine Gesellschaft verkauft ihr Bürogebäude an eine Leasinggesellschaft und least es danach zurück. Hintergrund von solchen Transaktionen können unter anderem die Freisetzung von liquiden Mitteln sein, welche die Firma z.B. für eine weitere Expansion benötigt.

Investitionszulagen

Die Investitionszulage ist eine staatliche Subvention in Deutschland, durch die Investitionen in bestimmte Regionen gelenkt werden sollen. Diese genannte Gebiete werden auch Fördergebiete genannt. Fördergebiet sind die Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nach dem Gebietsstand vom 3. Oktober 1990. Zudem können bestimmte Immobilienleasingobjekte unter 1,5 Millionen € gefördert werden, da Objekte unter 1,5 Millionen € für das Immobilienleasing sowohl für den Leasingnehmer, als auch für die Leasinggesellschaft nicht rentabel sind.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss ist ein wichtiges Informationsinstrument für Unternehmen. Er besteht für gewöhnlich aus folgenden Bestandteilen:

  • Bilanz
  • GuV (Gewinn- und Verlustrechnung)
  • Anhang
  • Lagebericht
  • ggf. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
  • ggf. Organigramm des Unternehmens
  • ggf. Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer

Insbesondere Kreditgeber, Gesellschafter, Lieferanten und das Finanzamt sind an den darin enthaltenen Informationen über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens sehr interessiert.

Aus dem Jahresabschlussdaten werden Kennzahlen gebildet, die u.a. gern als Maßstab zur Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Erfolgslage des Unternehmens herangezogen werden. Zwar können diese Kennzahlen manchmal nur eingeschränkt aussagekräftig sein, doch wird, auch mangels besserer Alternativen, der Kennzahlenanalyse von unternehmensfremden Personen (wie z.B. potentielle Investoren, Kreditgebern und Lieferanten) eine große Bedeutung beigemessen.

Kreditinstitute und andere Geldgeber legen bei der Berechnung der Kennzahlen oft Wert auf die Einhaltung bestimmter Relationen bzw. Nichtüberschreitung von Grenzen um das Risiko für ihr finanzielles Investment besser beurteilen zu können.

Kalkulatorische Laufzeit

Leasingverträge mit Kündigungsmöglichkeit werden in der Regel auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und können vom Leasingnehmer nur zu vertraglich festgelegten Zeitpunkten gekündigt werden. Bei der Berechnung der Leasingraten wird von einer kalkulatorischen Laufzeit ausgegangen. Im Falle der Kündigung durch den Leasingnehmer vor Ablauf der kalkulatorischen Laufzeit sind Abschlußzahlungen zu leisten.

Kennzahl

Die Kennzahl oder auch Kennziffer ist eine Zusammenfassung von quantitativen Daten. Je nach Berechnungsart lassen sich absolute und relative Kennzahlen unterscheiden.

Absolute Kennzahlen informieren über eine bestimmte Größe. Zu unterscheiden sind Einzelzahlen, Summen, Differenzen oder auch Mittelwerte.

Relative Kennzahlen (Verhältniszahlen) stellen zwei Zahlen in eine Beziehung zueinander. Eine sogenannte Beobachtungszahl (im Zähler) und eine Bezugszahl (im Nenner).

Zu unterscheiden sind auch externe Kennzahlen oder interne Kennzahlen.

Externe Kennzahlen werden auf Basis publizierter Informationen zur Analyse der Erfolgs-, Finanz- und Vermögensanlage im Rahmen eines Jahresabschlusses für gewöhnlich (bei börsennotierten Unternehmen) erstellt.

Interne Kennzahlen werden zur Planung, Steuerung und Kontrolle des betrieblichen Geschehens auf Basis der intern verfügbaren Informationen gebildet. Eine Intern verfügbare Informationsquelle ist z.B. die Buchhaltung.

Kindergeld

Für Kinder, welche keinen Wohnsitz im Inland oder der Europäischen Union haben, wird in Deutschland kein Kindergeld
gewährt. Wenn sich die Kinder oder Jugendliche zu Ausbildungszwecken im Ausland (nicht EU) aufhalten erhalten die Eltern kein Kindergeld!

Kommunalleasing

Hierzu gibt es in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Bestimmungen. In einigen Ländern sind aufgrund der Haushaltsordnungen Leasingverträge nur mit Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörde wie beispielsweise der Regierungspräsident oder das Fachministerium zulässig.

Kosten- und Leistungsrechnung

Die Kosten- und Leistungsrechnung (teilweise auch Betriebsbuchhaltung genannt) zählt zum internen Rechnungswesen. Ihre Aufgaben sind insbesondere die Kalkulation von Produkten oder Dienstleistungen. Aber auch die Ermittlung des (kalkulatorischen) Erfolges sowie die Kontrolle der Wirtschaftlichkeit.

Die Kostenrechnung gliedert sich in folgende Teilbereich:

  • Kostenartenrechnung (Frage: Welche Kosten sind angefallen?)
  • Kostenstellenrechnung (Frage: Wo sind die Kosten angefallen?)
  • Kostenträgerrechnung (Frage: Wofür sind die Kosten angefallen?)

Weiterhin kann danach, ob alle Kosten oder nur Teile der Kosten berücksichtigt werden in die Systeme der Vollkostenrechnung und der Teilkostenrechnung unterschieden werden, wobei diese wiederum nach dem Zeitbezug der betrachteten Kosten und Leistungen

  • in die vergangenheitsorientierte Istkostenrechnung;
  • die gegenwartsorientierte Normalkostenrechnung und der
  • zukunftsorientieren Plankostenrechnung

unterschieden werden können.

Kostenremanenz

Die sogenannte Kostenremanenz ist die verzögerte Anpassung von Kosten bei sinkender Beschäftigung in einem Unternehmen.

Beispiel:
Bei steigender Nachfrage nach Produkten des Unternehmens können in der Regel sofort Arbeiter zur Produktionssteigerung eingestellt werden. Sollte aber die Nachfrage nach den Produkten sinken, können diese nicht sofort entlassen werden, da entsprechende Kündigungsfristen und gesetzliche Regelungen zu beachten sind.

Eine Lösung für dieses Problem bieten Zeitarbeitsfirmen an. Die Betriebe können mit Hilfe dieser Unternehmen „atmen“. Sie haben eine feste Stammbelegschaft. Bei notwendigen Produktionsausweitungen wird das Unternehmen diese versuchen mit Hilfe von Zeitarbeitnehmern zu erreichen. Sollte die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens wieder zurück gehen, kann das Unternehmen die ausgeliehenen Arbeiter an den Entleiher wieder zurückgeben.

Kreditorenziel

auch Kreditorenlaufzeit genannt, zeigt dem Unternehmer auf, inwieweit die bezogenen Dienstleistungen und Waren finanziert werden.

Die Berechnung ist wie folgt:
Lieferantenverbindlichkeiten / (Materialeinsatz + Fremdleistungen) x 360

Je höher der Wert (im Vergleich zu vorherigen Berechnungen ist) desto länger finanziert sich das Unternehmen auf Kosten seiner Lieferanten und Dienstleister. Dies wirkt sich positiv auf den Cash-Flow des Unternehmens aus.

Lagerdauer

Die (durchschnittliche) Lagerdauer ist für Unternehmen (speziell bei produzierenden oder handelnden Unternehmen) eine wichtige Kenngröße. Die Lagerdauer kann für RHB, Vorräte und fertige Erzeugnisse mit Hilfe der Lagerumschlagshäufigkeit ermittelt werden

Die Formel lautet:
360 / Umschlagshäufigkeit

Beispiel:
Bei einer Umschlagshäufigkeit von 20 ergibt sich eine durchschnittliche Lagerdauer von 18 Tagen.

Fazit:
Je kürzer die Lagerdauer, desto weniger Kapital wird insgesamt benötigt und umso schneller fließt dem Unternehmen die Liquidität wieder zu.

Leasingfähigkeit

Als „leasingfähig“ im Sinne des § 95 BGB bezeichnet man Objekte, die als selbständige Wirtschaftsgüter genutzt werden können, fungibel und drittverwendbar sind.

Leasingquoten

Unter diesem Begriff versteht man den Anteil des Leasing an den gesamtwirtschaftlichen Investitionen. Bezogen auf die mobilen Ausrüstungsinvestitionen hat sich die Leasingquote von 9,4 % im Jahr 1982 auf 15,6 % im Jahr 1989 entwickelt. In der gleichen Zeit ist der Anteil des Immobilienleasing an den unternehmerischen Bauinvestitionen von 8,8 % auf 4,3 % zurückgegangen.

Leasingvertragsarten

Beim Vollamortisationsvertrag deckt die Summe der Leasingraten während der Laufzeit sämtliche Anschaffungs- und Herstellungskosten und sonstige Aufwendungen des Leasinggebers, einschließlich der Finanzierungskosten und seinen Gewinn. Beim Teilamortisationsvertrag decken die während der Laufzeit zu leistenden Leasingraten nicht die vorgenannten Kosten und den Gewinn. Es wird bei Leasingbeginn ein bestimmter Restwert festgelegt, der am Ende des Leasing-Vertrages noch erbracht werden muß und dann letztlich zur Vollamortisation führt.

Letter of Intent (LOI)

Der LOI oder Letter of Intent ist eine Absichtserklärung, meist im Rahmen eines Unternehmenskaufes. Der LOI wird zwischen dem Verkäufer und der Käufer bzw. deren gesetzlicher Vertreter abgeschlossen.

Der LOI beschreibt meist folgende Punkte:

  • Die Kauf- bzw. Verkaufsabsicht
  • Den geplanten Übertragungsstichtag und welche Jahresabschlüsse und Unterlagen dazu geprüft werden
  • Wer die Prüfung durchführen wird wenn der potentielle Käufer dies nicht selbst tun möchte. Z.B. eine anerkannte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
  • Den Kaufpreis bzw. dessen Berechnung
  • Geheimhaltungsvereinbarungen sowie Pönalen falls diese durch eine Partei nicht eingehalten wird.
  • Salvatorische Klausel

Weitere Punkte, wie z.B. Aufteilung des Kaufpreises in einen fixen und einen variablen Part sowie die Basis und Berechnung zum variablen Teil können und werden auch gerne in solche Vereinbarungen mit aufgenommen. Ebenso die Klausel dass eine Übernahme nur nach Zustimmung durch das Kartellamt zu Stande kommt.

Liquidität

Die Liquidität (Zahlungsfähigkeit) eines Unternehmens ist gegeben, wenn für die liquiden Mittel (Kasse und Bank) jederzeit gilt:
Anfangsbestand liquide Mittel + Einzahlungen liquide Mittel – Auszahlungen liquide Mittel >= 0

Ein Unternehmen muss zu jedem Zeitpunkt liquide sein um seinen (fälligen) Zahlungsverpflichtungen wie z.B. Löhne und Gehälter, Miete, Leasingraten, Einkauf Material nachkommen zu können.

Liquiditätsgrad

Der sogenannte Liquiditätsgrad dient der Analyse der Liquidität von Unternehmen. Es werden bis zu drei Liquiditätsgrade unterschieden. Je höher der Liquiditätsgrad, desto mehr bilanzielle Positionen fließen in die Berechnung mit ein.

Liquidität 1. Grades:
Die Liquidität 1. Grades zeit auf, inwieweit die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens durch die vorhandenen liquiden Mittel zurückbezahlt werden können.

vorhandene Zahlungsmittel / kurzfristiges Fremdkapital x 100

Je nach Branche sind gewisse Quoten sinnvoll bzw. werden von Kapitalgebern gefordert.

Liquidität 2. Grades
Die Liquidität 2. Grades zeigt auf, inwieweit die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch die vorhandenen liquiden Mittel und kurzfristigen Forderungen zurückbezahlt werden können.

(vorhandene Zahlungsmittel + kurzfristige Forderungen) / kurzfristiges Fremdkapital x 100

Auch hier gilt, je nach Branche sind gewisse Quoten sinnvoll bzw. werden von Kapitalgebern gefordert.

Liquidität 3. Grades
Die Liquidität 3. Grades zeigt auf, inwieweit die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das gesamte Umlaufvermögen zurückbezahlt werden können.

(vorhandene Zahlungsmittel + kurzfristige Forderungen + Vorräte) / kurzfristiges Fremdkapital x 100

Hier sollte bei gesunden Unternehmen auf jeden Fall eine Quote von > 100% errechnet werden können.

Makler- und Vermittlerleasing

Beim Makler- und Vermittlerleasing wird der Leasingnehmer über selbständige Leasingvermittler oder Leasingmakler angesprochen. Mehrere Leasinggesellschaften und Bankengruppen werden dabei häufig in Betracht gezogen.

Management-Buy-Out

Management-Buy-Out ist nichts anderes als die Übernahme der Gesellschaftsanteile vom bisherigen Eigentümer durch das aktuelle Management selbst. Management-Buy-Out sind insbesondere im Rahmen von Unternehmensumstrukturierungen, von Nachfolgeregelungen und auch bei Abwehrmaßnahmen gegen unerwünschte Übernahmen anzutreffen.

Die Schwierigkeit bei einer Due Diligence beim Management-Buy-Out liegt darin, daß das Management das Unternehmen selbst am besten kennt und damit die Informationen im Hinblick auf einen möglichst niedrigen Kaufpreis für das Unternehmen oder Anteile des Unternehmens steuern kann.

Sollte allerdings der Kaufpreis für die Anteile fremd finanziert werden durch das Management und ein Gutachten für eine Bank oder anderen Kapitalgeber gefordert werden, dann darf das Unternehmen und damit der Kaufpreis nicht zu niedrig angesetzt werden, da sonst der Kapitalgeber möglicherweise nicht finanzieren will.

Market Value Added (MVA)

Der Market Value Added (MVA) oder auf deutsch zusätzlich geschaffener Marktwert ist der von einer Firma oder Unternehmen geschaffene Wert zu einem bestimmten Zeitpunkt. Idealerweise nimmt man hierzu einen Bilanzierungszeitpunkt des Unternehmens.

Der geschaffene Marktwert (Market Value Added – MVA) des Unternehmens errechnet sich wie folgt:
Marktwert des Unternehmens (Bsp: Anzahl der Aktien x Aktienkurs zum Stichtag)
– Geschäftsvermögen zum Buchwert
= Market Value Added

Marketing

Unter dem Stichwort Marketing (manchmal auch als Absatz oder Vertrieb bezeichnet) werden alle Maßnahmen verstanden, die dazu dienen, einen optimalen Absatz der Produkte (Dienstleistungen oder Güter) eines Unternehmens zu gewährleisten oder noch besser zu steigern.

Hierzu sind üblicherweise genaue Marktkenntnisse erforderlich, was mit Hilfe der Marktforschung (extern oder intern) für gewöhnlich beschafft wird. Hierauf aufbauend sollen absatzpolitische Instrumente (Marketing-Mix) optimal kombiniert werden.

Absatzpolitische Instrumente:

  • Produktpolitik (Qualität und Gestaltung der Produkte, der Zusammensetzung des Sortiments und des Kundendienstes)
  • Konditionspolitik ( Preise, Zahlungs- und Lieferbedingungen, Skonti und Rabatte)
  • Distributionspolitik (Welche Absatzwege werden vom Unternehmen genutzt)
  • Kommunikationspolitik (Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Verkaufsförderung und deren Maßnahmen)

Maximum Prinzip

Das Maximum Prinzip, auch Ökonomisches Prinzip oder Rationalprinzip genannt, soll eine maximale Zielerreichung mit dem vorhandenen Mitteln erreichen.

Beispiele für das Ökonomische Prinzip:
Ein Kunde hat 500 EUR zur Verfügung und möchte bei einem Reisebüro nur einen Flug buchen. Seine Vorgabe lautet: möglichst weit weg. Das Reisebüro bietet ihn zum einen einen Flug ab München nach Barcelona an, außerdem einen Flug auf die Kanarischen Inseln ab München.

Nach dem Maximum Prinzip wird der Kunde den zweiten Flug bevorzugen, da er hier für sein Geld weiter weg fliegen kann als für den ersten Flug.

Minimum Prinzip

Das Minimum Prinzip, auch Optimal Prinzip genannt, versucht das gegebene Ziel mit einem minimalen Mitteleinsatz zu erreichen.

Beispiel für das Minimum Prinzip:
Zwei Leihwagen stehen zur Auswahl. Ein Leihwagen braucht nach Angaben des Herstellers für die geplante Reise 40 Liter, der zweite Leihwagen braucht für die geplante Reise 35 Liter Benzin.

Wenn der Kunde, der den Wagen für seine Reise ausleihen will nach dem Ökonomischen Prinzip handelt, wird der den Wagen mit dem geringeren Benzinverbrauch auswählen.

Mobilienleasing

Dieser Begriff faßt das Leasing beweglicher Objekte, also das Auto-, Maschinen- und Computerleasing zusammen und grenzt sich vom Immobilienleasing sowie dem Betriebsvorrichtungsleasing, einer Mischform, ab.

Das Mobilienleasing ist z.B. im privaten Bereich verbreitet. Wenn Privatleute statt eines KFZ-Kaufes einen PKW leasen, spricht man von Mobilienleasing.
Im gewerblichen Bereich ist das Mobilienleasing seit Jahren anerkannt und weit verbreitet. Hintergrund können unter anderem steuerliche Gründe, Schonung der finanziellen Reserven oder auch die einfache Rückgabe des Leasinggegenstandes nach Ablauf der Leasingdauer sein.

Nettovermögen

Das Nettovermögen, auch Reinvermögen genannt, errechnet sich wie folgt:
Gesamtvermögen
– Schulden
= Nettovermögen = Eigenkapital

Non full pay out-Leasing

Unter diesem Begriff versteht man Teilamortisationsverträge gemäß Erlaß der Finanzverwaltung vom 22.12.1975, das heißt während der Grundmietzeit wird nur ein Teil der Investitionskosten des Leasinggebers durch Mietzahlungen amortisiert. Die fehlende Restamortisation erfolgt über das Andienungsrecht beziehungsweise den freihändigen Verkauf durch den Leasinggeber beziehungsweise durch Restwertgarantien Dritter, zum Beispiel des Lieferanten.

Nutzungsdauer

Diese entspricht der AfA-Zeit gemäß den amtlichen AfA-Tabellen. Die Laufzeit der Leasingverträge darf nicht länger sein als 90 Prozent und nicht kürzer als 40 Prozent der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Operating Leasing

Dieser Begriff steht für Leasingverträge, die Wartung beziehungsweise Service einschließen. Operating Leasing wird von institutionellen Leasinggesellschaften selten angeboten.

Opportunitätskosten

Die sogenannten Opportunitätskosten sind der Nutzenentgang der „zweitbesten“ Alternative.

Diese Erklärung kann man am besten mit einem Beispiel verdeutlichen:
Die im Unternehmen unentgeltlich mitarbeitende Ehefrau des Unternehmers könnte als Angestellte in einem anderen Unternehmen 2.500 EUR pro Monat verdienen. In der Kalkulation des Unternehmens ist deshalb dieser Wert als kalkulatorische Kosten zu berücksichtigen.

Optionsrecht

Nach ordnungsgemäßer Erfüllung von Vollamortisationsverträgen hat der Leasingnehmer das Optionsrecht, das Leasingobjekt zum Restbuchwert nach amtlicher linearer AfA oder zum niedrigeren gemeinen Wert zu kaufen oder einen Verlängerungsvertrag auf dieser Basis abzuschließen.

Optimaler Lagerbestand

Jedes Unternehmen welches Lagerhaltung betreibt ist bestrebt die Lagerkosten so gering wie möglich zu halten (Cash-Flow positiv). Der optimale Lagerbestand verursacht die geringsten Kosten (kalk. Zinsen für den Bestand, Kosten des Lagers, Bestellkosten).

Der optimale Lagerbestand berechnet sich wie folgt:
Mindestlagermenge (auch eiserner Bestand)
+ optimale Bestellmenge
= optimaler Lagerbestand

Ein optimaler Lagerbestand hat den Vorteil der Lieferzuverlässigkeit. Die Lieferzuverlässigkeit ist, wenn der Lagerort „die Straße“ ist, also Just-in-Time nicht immer gegeben (Stau, Streik usw.)

Plan-Ist-Vergleich

Der Plan-Ist-Vergleich ist der Vergleich der tatsächlichen Werte (also Ist-Werte) mit den geplanten Werten (Plan-Werte, Planung). Viele Kennzahlen werden erst durch geeignete Vergleichswerte (hier Plan-Werte) aussagekräftig.

Post Merger Integration (PMI)

Die drei Phasen der PMI sind wie folgt definiert:

  • Start-up Phase
    Diese beinhaltet neben der Definition der PMI Projekte auch die Implementierung der PMI-Organisation
  • Projektumsetzungsphase
    Hier sind das Abarbeiten der PMI-Projekte, das heben von Synergien (sog. Hard-Facts), die Integration von weichen Faktoren sowie die regelmäßige Erfolgskontrolle (Status und Steuerung) von großer Bedeutung.
  • Business-Transformation Phase
    Hier sind als wesentlich die folgenden Punkte zu nennen:
    Überführen der Projekte in die Linienverantwortung, Integration in das Tagesgeschäft und Absicherung der Projektergebnisse und Sukzessive Auflösung der PMI- Organisation.

Prozent-Rechnung

Die Prozent-Rechnung ist ein wichtiges Werkzeug um z.B. Kennzahlen zu ermitteln, da diese als Prozentwert ermittelt werden.

Es gilt folgender Rechenweg:
Prozentwert = Grundwert x Prozentsatz / 100

Beispiel:
Ein Verkäufer gewährt 5% Rabatt auf einen ausgeschilderten Kaufpreis von 100 €. Dadurch spart der Käufer einen Betrag von (100 € x 5 / 100) = 5 €.

Sind Prozentwert und Grundwert bekannt, so kann durch das Umstellen der Formel der Prozentsatz errechnet werden.

Es gilt folgender Rechenweg:
Prozentsatz = Prozentwert x 100 / Grundwert

Rationalisierungsinvestition

Bei einer Rationalisierungsinvestition wird statt des durchschnittlichen Einnahmeüberschusses (Einnahmen – Ausgaben) die durchschnittliche Kostenersparnis angesetzt. Diese ist auf die notwendige Investitionssumme zu beziehen.

Beispiel:
Die Anschaffung eines Elektrogerätes, welches 100 € teurer ist als ein vergleichbares Elektrogerät, aber pro Jahr für 40 € weniger Strom braucht, amortisiert sich nach 2.5 Jahren.

Formel:
Rationalisierungsinvestition / durchschnittliche Ersparnis p.a.
100 € Mehrpreis / 40 € Stromersparnis p.a. = 2.5 Jahre

Nachteil der Amortisationsrechnung:
Nachteilig bei dieser Art der Amortisationsrechnung ist, dass hier mit durchschnittlichen Einnahmen und Ausgaben gerechnet wird. Außerdem bleibt der zeitliche Anfall von Einnahmen und Ausgaben (Zinsen) unberücksichtigt.

ROI – Return On Investment

Die Kennzahl ROI – Return on Investment heißt auf Deutsch „Rentabilität des Gesamtkapitals“. Der ROI ist Teil eines von der Chemiefirma Du-Pont entwickelten Kennzahlensystems (deswegen auch Du-Pont Kennzahlensystem). Diese „Spitzenkennzahl“ wird stufenweise in seine Bestimmungsgrößen zerlegt. Dadurch kann eine Analyse der einzelnen Einflussfaktoren auf die Kennzahl ROI erfolgen.

Ein exemplarisch verkürztes ROI-Kennzahlensystem kann wie folgt aussehen:

Umlaufvermögen + Anlagevermögen = Investiertes Kapital
Umsatz / Investiertes Kapital = Kapitalumschlag
Umsatz – Selbstkosten = Gewinn
Gewinn / Umsatz = Umsatzrentabilität
Kapitalumschlag x Umsatzrentabilität = ROI

Die ausschließlich auf die Gewinnmaximierung ausgerichtete ROI Kennzahl besticht durch seine Übersichtlichkeit sowie Anschaulichkeit. Sie berücksichtigt aber auch nur einen Teil der betriebswirtschaftlich sinnvollen Kennzahlen

Des Weiteren hat der ROI aber auch Nachteile:

  • Die Kennzahl ist auf den kurzfristigen Erfolg ausgelegt, langfristige Potentiale werden hier nicht berücksichtigt
  • Es werden bei dieser Kennzahl mit Durchschnittswerten gearbeitet, was dazu verführen kann den Durchschnitt als Ziel anzustreben

Selbstkosten

Speziell für Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe sind die Selbstkosten für die Kalkulation und die Preisfindung unabdingbar.

Die Selbstkosten werden üblicherweise wie folgt berechnet:
Herstellkosten
+ Verwaltungsgemeinkosten
+ Vertriebsgemeinkosten
+ Sondereinzelkosten des Vertriebs
= Selbstkosten

Die Ermittlung der Gemeinkosten geschieht im Unternehmen üblicherweise durch die Zuschlagskalkulation.

Sorten

Sorten sind im Bankwesen die Bezeichnung für ausländisches Bargeld, welches sich außerhalb des ausstellenden Staates, in welchem es als gesetzliches Zahlungsmittel gilt, in Umlauf befindet.
Sollten Sie als Urlauber in den USA nach Urlaubsende Dollarscheine oder Dollarmünzen mit nach Deutschland nehmen, sind diese nach der allgemein gültigen Bezeichnung Sorten.

Sprungfixe Kosten

Sprungfixe Kosten (auch intervallfixe Kosten genannt) sind fixe Kosten, die sich innerhalb bestimmter Beschäftigungsgrenzen fix (also gleichbleibend) verhalten. Wird aber eine bestimmte Grenze (z.B. bei der Produktion) überschritten, so erhöhen sie sich eben sprunghaft um einen Betrag. Dieser Betrag bleibt dann wieder lange Zeit stabil bis eben wieder eine bestimmte Grenze überschritten wird.

Beispiel:
Wenn eine Produktionsmaschine voll ausgelastet arbeitet, aber die Produktion erhöht werden muss, wird eine weitere Maschine angeschafft um die Produktionsausweitung zu ermöglichen. Die fixen Kosten der Maschine (Bsp. AfA, Wartung, Energie) steigen sprunghaft an.

Teilamortisationsvertrag

Beim Teilamortisationsvertrag decken die während der Laufzeit zu leistenden Leasingraten nicht die vorgenannten Kosten und den Gewinn. Es wird bei Leasingbeginn ein bestimmter Restwert festgelegt, der am Ende des Leasing-Vertrages noch erbracht werden muß und dann letztlich zur Vollamortisation führt.

Totalschaden des Leasingobjektes

Für Totalschäden oder sonstige Beschädigungen des Leasingobjektes ist ausschließlich der Leasingnehmer verantwortlich, da sich in dessen alleiniger Verfügungsgewalt das Leasingobjekt während der Vertragslaufzeit befindet. Der Leasingnehmer hat in der Regel bei einem Totalschaden dem Leasinggeber den noch offenen Buchwert sowie den auf die Laufzeit bezogenen Gewinn zu ersetzen.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalschadens eines Leasingobjektes ist naturgemäß bei einem KFZ-Leasing höher als beim Leasing von z.B. IT Equipment.
Daher empfiehlt sich bei gewissen Leasingobjekten eine sogenannte GAP (= englisch für Lücke) Versicherung. Diese Versicherung deckt die Lücke zwischen dem Buchwert des Leasingobjektes bei der Leasinggesellschaft und dem Marktwert des Leasingobjektes zum Zeitpunkt des Unterganges.

Beispiel KFZ-Leasing:
Neupreis KFZ 48.000 €
Alter des KFZ zum Zeitpunkt es Unterganges 12 Monate
Buchwert des Leasingobjektes nach 12 Monate bei der Leasinggesellschaft 36.000 €
Marktwert des Leasingobjektes nach 12 Monate VOR Untergang 30.000 €
Deckungslücke 6.000 € welche die sog. GAP Versicherung schließt.

Fazit:
Eine GAP Versicherung lohnt sich eigentlich nur bei relativ teuren Leasingobjekten bei welchen der Buchwert und der Marktwert in den ersten Monaten oder Jahren stark auseinanderfallen und dem Leasingkunden durch den Untergang eine relativ hohe Erstattungssumme an die Leasinggesellschaft droht bei Untergang des Leasingobjektes.

Umsatzkostenverfahren

Das Umsatzkostenverfahren ist eine weitere (siehe Gesamtkostenverfahren) Möglichkeit zur Erfolgsermittlung bei Unternehmen.

Der Erfolg wird ermittelt, indem die Kosten des Umsatzes von den Umsatzerlösen (also quasi eine Art Deckungsbeitragsrechnung) abgezogen werden.

Bestandsveränderungen müssen hier, im Gegensatz zum Gesamtkostenverfahren, nicht berücksichtigt werden. Das Schema für das Umsatzkostenverfahren ist für große Kapitalgesellschaften in § 275 Abs. 3 HGB vorgegeben.

Darstellung in der GuV:

Umsatzerlöse
– Herstellkosten der zur Erzielung des Umsatzes erbrachten Leistungen

= Bruttoergebnis vom Umsatz

– Vertriebskosten
– Allgemeine Verwaltungskosten
+ Sonstige betriebliche Erträge
– Sonstige betriebliche Aufwendungen
+ Erträge aus Beteiligungen
+ Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
+ Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
– Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens
– Zinsen und ähnlichen Aufwendungen

= Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

+ Außerordentliche Erträge
– Außerordentliche Aufwendungen

= Außerordentliches Ergebnis

– Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
– Sonstige Steuern

= Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

Umschlagshäufigkeit

Die Umschlagshäufigkeit (auch Umschlagskoeffizient) zeigt auf, wie häufig ein Vermögensgegenstand (z.B. Lager – RHB, Vorräte, fertige Erzeugnisse) umgeschlagen, also beschafft und wieder veräußert werden innerhalb einer Periode.

Die Formel lautet:
Hier Lager: (Material-/Wareneinsatz) / durchschnittlicher Lagerbestand

Eine steigende Umschlagshäufigkeit (und damit einhergehend eine sinkende Umschlagsdauer) ist positiv zu sehen.
Wünschenswert, wenn auch in der Praxis leider ziemlich selten zu erreichen, ist eine hohe Umschlagshäufigkeit mit einer hohen Handelsspanne.

Verschuldungsgrad (statisch)

Der Verschuldungsgrad (hier statisch) zeigt das Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital (beides auf der Passivseite der Bilanz) auf.

Die Berechnung ist wie folgt:
Fremdkapital / Eigenkapital x 100

Gerne werden Investitionen (wie z.B. der Kauf einer Kapitalgesellschaft oder eines Teils davon) von Firmen mit Fremdkapital oder einem überwiegenden Teil davon getätigt. Hintergrund dazu ist die dann bessere Eigenkapitalrentabilität.
Der (statische) Verschuldungsgrad ist ein Indikator für die Kreditfähigkeit und Konkursgefährdung eines Unternehmens.
Je geringer der (statische) Verschuldungsgrad ist, desto solider erscheint die Finanzierung der Gesellschaft.
Mehr Aussagekraft hat der dynamische Verschuldungsgrad.

Vertriebsleasing

Beim Vertriebsleasing wird der Leasingnehmer durch Einschaltung der Lieferanten der Investitionsgüter gewonnen. Ein Leasingverhältnis entsteht zwischen dem Lieferanten meist in Kooperation einer partnerschaftlichen Leasinggesellschaft. Der Leasingnehmer wie auch der Lieferant profitieren vom gemeinschaftlichen Leasingverhältnis durch den Vertriebsansatz.

Vertriebswege im Leasing

Beim Direktleasing wird der Leasingnehmer durch direkte Ansprache gewonnen. Ein Leasingvertrag wird unmittelbar zwischen den beiden Parteien geschlossen ohne die Einbeziehung einer dritten Gesellschaft wie beispielsweise einer Bank oder einem Makler. Diese Leasingart ist auch unter dem Begriff Vendorleasing bekannt (Leasing zwischen dem Hersteller und dem Leasingkunden)

Beim Bankenleasing wird der Leasingnehmer durch seine Bank auf das Leasingangebot der Bankengruppe aufmerksam gemacht. Ein Leasingverhältnis entsteht zwischen der Bankengruppe und dem jeweiligen Leasingnehmer.

Beim Vertriebsleasing wird der Leasingnehmer durch Einschaltung der Lieferanten der Investitionsgüter gewonnen. Ein Leasingverhältnis entsteht zwischen dem Lieferanten meist in Kooperation einer partnerschaftlichen Leasinggesellschaft. Der Leasingnehmer wie auch der Lieferant profitieren vom gemeinschaftlichen Leasingverhältnis durch den Vertriebsansatz.

Beim Makler- und Vermittlerleasing wird der Leasingnehmer über selbständige Leasingvermittler oder Leasingmakler angesprochen. Mehrere Leasinggesellschaften und Bankengruppen werden dabei häufig in Betracht gezogen.

Vollamortisationsvertrag

Beim Vollamortisationsvertrag deckt die Summe der Leasingraten während der Laufzeit sämtliche Anschaffungs- und Herstellungskosten und sonstige Aufwendungen des Leasinggebers, einschließlich der Finanzierungskosten und seinen Gewinn.

Vorteile des Leasing

Die aussagekräftigsten Vorteile ein Leasingverhältnis einzugehen sind Eigenkapitalschonung, Liquiditätsvorteile, Nutzungskongruente, Laufzeit- Schutz vor technischer Überalterung, Kostentransparenz, klare Kalkulationsgrundlage, vorteilhafte Bilanzoptik, Steuerersparnisse, Erweiterung des Kreditspielraumes.

Währungsrechnung

Die Währungsrechnung dient der Umrechnung von Beträgen in einer Währung (Sorten oder Devisen) in entsprechende Beträge einer anderen Währung.

Der Rechenweg lautet wie folgt:
Betrag in Fremdwährung / Wechselkurs = Betrag in €

Working Capital (WC)

Das Working Capital, auch Nettoumlaufvermögen genannt ist eine Liquiditätskennzahl. Das Working Capital zeigt die Höhe der Abdeckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das (ebenfalls kurzfristige) Umlaufvermögen.

Die Berechnung ist wie folgt:
kurzfristiges Umlaufvermögen
– kurzfristige Verbindlichkeiten
= Working Capital

Da kurzfristige Verbindlichkeiten leider sehr kurzfristig fällig sein können, sollte ein Unternehmen immer genügend geldnahes Vermögen oder liquide Mittel besitzen um diese begleichen zu können. Das Working Capital sollte positiv sein.

Zinsen

Zinsen sind nichts anderes als der „Preis“ für Geld oder deren Äquivaltent. Zinsen sind z.B. für Kredite, Grundstücke, Gebäude, Maschinen etc. (Mietzins) zu entrichten.

Die Höhe des Zinssatzes (i) orientiert sich, neben der Nachfrage nach Gütern, auch am Risiko welchem das Kapital unterworfen wird. Bei kurzfristigen Laufzeiten (< 1 Jahr) wird nach der in der Kreditwirtschaft üblichen Methode (jeder Monat wird mit 30 Zinstagen berücksichtigt) berechnet.

Entsprechend hat das Zinsjahr hier 360 Tage.

Zinseszins

Der Zinseszins ist nichts anderes als die Verzinsung von Zinsen. Fällige Zinsen werden dabei nicht an den Gläubiger ausbezahlt, sondern zusammen mit dem Kapital weiter verzinst. Kapital, Zins und Zinseszins werden dann am Ende der vereinbarten Laufzeit an den oder die Gläubiger ausbezahlt. Ein früher gängiges Wertpapier welches auf dieser Verzinsung basierte waren z.B. die Bundesschatzbrief Typ B.

Die Formel für den Zinseszins lautet:
Anfangskapital x (1+Zins)^Jahre

Hinweis: ^ist das Zeichen für „hoch“

Beispiel:
10.000 € werden in einem zweijährigen Wertpapier für 4% angelegt. Die Zinsen werden nicht ausgeschüttet, sondern dem Zinseszins unterworfen und zusammen mit dem Kapital am Ende der Laufzeit ausbezahlt.
10.000 € x (1 +(4/100)^2 = 10.000 € x 1,04^2 = 10.816 €

Hintergrundinformation:
Es gab auch den Bundesschatzbrief des Typs A. Hier wurden die Zinsen, im Gegensatz zum Typ B, jährlich an den oder die Gläubiger ausgeschüttet.